| TIERFREUND || ERSTE HILFE |
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Vorsorgen ist die halbe Miete! Bereiten Sie sich auf einen Notfall vor, bevor er eintritt. Legen Sie eine eigene kleine Hausapotheke für Ihr Tier an und halten Sie diese immer aktuell und einsatzbereit. Legen Sie Telefonnummern von Tierarzt, Tierklinik und Tierrettung bereit. Überlegen Sie sich, in welche Tierklinik Sie fahren werden und wie Sie dort hinkommen. Und ganz wichtig: Üben Sie Handgriffe wie Verbandanlegen, Puls fühlen, Temperatur messen am gesunden Tier! Gewöhnen Sie Ihr Tier daran, sich überall anfassen zu lassen, auch im Maul. |
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| Im Notfall gilt: Ruhe bewahren! Ein kühler Kopf ist nötig, um die richtigen Entscheidungen zu treffen uind schnell und überlegt zu Handeln. |
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Auf jeden Fall gilt: Fassen Sie ein verletztes oder geschocktes Tier nur vorsichtig an. Jedes Tier kann im Schock oder unter Schmerzen unkontrollierte Bewegungen machen und kratzen oder beißen, ob sich ihm ein Fremder oder das eigene Frauchen nähert macht keinen Unterschied! |
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Bei Hunden verhindert eine einfache aber effektive Maßnahme, dass ein Helfer gebissen wird: das Schnauzenband. Mit einer Mullbinde oder notfalls auch mit einem Schal oder einem Strick wird der Fang so zugebunden, dass der Hund nicht mehr beißen kann. Doch Vorsicht: Niemals ein Schnauzenband bei einem bewusstlosen Tier anlegen oder bei einem Tier, das sich übergeben muss - mit zugebundener Schnauze besteht in diesem Fall Erstickungsgefahr! |
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ANLASS |
SYMPTOME |
ERSTE HILFE |
Augenverletzung |
Blinzeln, halbgeschlossenes
oder geschlossenes Auge; Lichtscheue; wäßriger bis schleimiger Augenausfluß,
starke Rotfärbung der Bindehaut, graublaue Verfärbung der Hornhaut; Fremdkörper
(Granne) |
Verringerung des
Lichteinfall; kalte Bausche mit Wasser oder Kamillentee; sichtbare Fremdkörper,
wenn leicht entfernbar herausnehmen; möglichst bald den Tierarzt aufsuchen. |
Bissverletzung, offene Wunden |
Oft nur kleine
Wunden, die die Haut durchdringen, starke Abhebungen in der Unterhaut,
erhöhte Infektionsgefahr durch Eindringen von Bakterien, tiefe Fleischwunden,
starke Blutung, Knochenverletzung |
Fachgerechte Versorgung
innerhalb 4-6 Stunden notwendig! Bis dahin flüssige Desinfektion, sauberer
Verband bei blutenden Wunden oder offenen Knochenverletzungen, keine Gummiringe
verwenden, rasch zum Tierarzt |
Durchfall |
Wäßriger Kot, gelbbraun
bis blutig, vermehrter Kotabsatz |
Kein Futter; als
Flüssigkeit leichten russischen Tee oder Kamillentee, warmhalten, keine
Arzneimittel geben, rasch zum Tierarzt |
Erbrechen, Speichelfluß |
Würgebewegungen,
Entleerung von Futter und Schleim oder weißem Schaum aus dem Mund, heftige
Pfotenbewegungen zum Mund |
Nahrung und Flüssigkeit
entziehen, Verdacht auf Fremdkörper, Entzündungen oder Infektionen, rasch
den Tierarzt aufsuchen |
Hitzschlag (Wärmestau) |
Starkes Hecheln,
Krämpfe bis zus Bewußtlosigkeit |
Für Abkühlung sorgen
(in den Schatten legen, mit kalten Tüchern abwischen), Tierarzt
verständigen. |
Insektenstiche |
Schwellungen der
Lippen und im Kopfbereich, Nesselausschlag |
Stachel entfernen,
Gifteindringstelle kühlen, Erstickungsgefahr! Tierarzt
aufsuchen |
Krampfanfälle |
Gekrümmte Körperhaltung,
Muskelzittern, eventuell Speichelfluß, Bewegungsstörungen bis zur Bewußtlosigkeit |
Auf den Boden legen, Platz schaffen, damit sich das Tier nicht an Kanten, Ecken usw. verletzt, nichts
eingeben! Transport zum Tierarzt Decke
unterbreiten. |
Magendrehung |
Plötzliches Anschwellen
des Bauches, Kurzatmigkeit |
Sofort
Tierarzt aufsuchen! |
Ohrenschmerzen |
Kopfschütteln,
Kratzbewegungen mit den Pfoten, Gleichgewichtsstörungen, plötzlich auftretendes
Kopfschütteln spricht für das Eindringen einer Getreidegranne |
Äußeres Ohr reinigen,
nicht in den gehörgang eindringen, kein Wattestäbchen verwenden, Grannen
können durch Schüttelbewegungen tiefer in das Ohr eindringen, Gefahr einer
Trommefellperforation sofort zum Tierarzt! |
Unfall |
Sichtbare Verletzungen
und/oder Verdacht auf innere Verletzungen |
Ruhig lagern, Vorsicht:
Verletzte Tiere machen Abwehrbewegungen; Blutstillung durch lockeren Verband.
Transport: Decke unterbreiten, vorsichtig heben und legen, rasch
zum Tierarzt. |
Vergiftung |
Erbrechen, Durchfall,
Krämpfe, Bewußtlosigkeit, Blutungen aus den Körperhöhlen |
Giftart feststellen
(zerbissene Arzneipackungen zum Tierarzt mitnehmen), sofort
zum Tierarzt.
Wenn Tierarzt nicht sofort erreichbar: TIERARZT online und Tierkohle
eingeben. |
Wärmestau (Hitzschlag) |
Starckes Hecheln,
Krämpfe bis zus Bewußtlosigkeit |
Für Abkühlung sorgen
(in den Schatten legen, Kopf mit kalten Tüchern abwischen), Tierarzt
verständigen. |
Zeckenbiß |
Festgesaugtes Insekt,
Rötung der Bißstelle |
Mit dem Finger
kreisförmig den Zeckenkörper bewegen, bis dieser abfällt; Bißstelle mit
Alkohol abtupfen. |
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